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BEZEICHNUNG

mailaddr − beschreibt E−Mail−Adressen

BESCHREIBUNG

Diese Handbuchseite gibt eine kurze Einführung in SMTP−Mailadressen, wie sie im Internet verwendet werden. Diese Adressen haben allgemein das Format

benutzer@domain,

wobei Domain eine Liste von durch Punkten getrennten Unter−Domains ist. Die folgenden Beispiele sind gültige Formen der gleichen Adresse:

john.doe [AT] monet.com
John Doe <john.doe [AT] monet.com>
john.doe [AT] monet.com (John Doe)

Der Domain−Anteil (»monet.example.com«) steht für eine Domain, die E−Mails annimmt. Das kann ein Rechner sein, wie es in der Vergangenheit üblicherweise war, muss es aber nicht. Der Domain−Anteil beachtet Groß−/Kleinschreibung nicht.

Der lokale Anteil (»john.doe«) ist oft ein Benutzername, aber die Bedeutung wird von der lokalen Software definiert. Manchmal wird die Groß−/Kleinschreibung berücksichtigt. Sieht der lokale Teil nach Unfug aus, ist der Grund oft eine Schnittstelle zwischen dem Internet und einem internem Mailsystem. Hier ein paar Beispiele:

"surname/admd=telemail/c=us/o=hp/prmd=hp"@some.where
USER%SOMETHING [AT] some.where
machine!machine!name [AT] some.where
I2461572 [AT] some.where

(Das sind, der Reihe nach, ein X.400−Gateway, ein Gateway zu einem beliebigen, internen Mailsystem, welches das Internet schlecht unterstützt, ein UUCP−Gateway und zuletzt eine dröge Vergabe von Benutzernamen.)

Der wirkliche Name (»John Doe«) kann entweder zuerst, außerhalb der <>, oder zuletzt innerhalb von () erscheinen. (Streng genommen sind diese beiden Formate nicht dasselbe, aber das würde den Rahmen dieser Handbuchseite sprengen.) Der Name sollte in "" gefasst werden, wenn er allgemeine Adresszeichen verwendet ("."):

"John Q. Doe" <john.doe [AT] monet.com>

Abgekürzte Domain−Namen
Einige Mailsysteme ermöglichen den Benutzern, den Domain−Namen abzukürzen. Zum Beispiel könnten Benutzer der Domain example.com John Doe unter der Adresse »john.doe@monet« erreichen. Dieses Verhalten wird missbilligt. Manchmal funktioniert es, aber Sie sollten sich nicht darauf verlassen.

Geroutete Adressen (route−addrs)
In der Vergangenheit musste manchmal eine Nachricht über mehrere Rechner bis zum endgültigen Bestimmungsort weitergeleitet werden. Adressen, die diese Relais zeigen, werden als geroutete Adressen bezeichnet. Sie verwenden das folgende Format:

<@rechnera,@rechnerb:benutzer@rechnerc>

Damit wird festgelegt, dass die Nachricht zu Rechner A, von dort zu Rechner B und schließlich an den Rechner C gesendet werden soll. Viele Rechner ignorieren den vorgegebenen Weg und schicken die Nachricht direkt an Rechner C.

Geroutete Adressen sind heute extrem selten. Hin und wieder sind sie in alten Mailarchiven anzutreffen. Es ist generell möglich, alles außer »benutzer@rechnerc« zu ignorieren, um die Zieladresse festzulegen.

Postmaster
Für jede Site muss es einen Benutzer (oder Alias) »postmaster« geben, an den Nachrichten über Probleme mit dem Mailsystem gesendet werden können. Die »postmaster«−Adresse wird durch Groß−/Kleinschreibung nicht beeinflusst.

DATEIEN

/etc/aliases
~/.forward

SIEHE AUCH

mail(1), aliases(5), forward(5), sendmail(8)
http://www.ietf.org/rfc/rfc5322.txt">IETF RFC 5322

KOLOPHON

Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 4.12 des Projekts Linux−man−pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man−pages/.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Norbert Kümin <norbert.kuemin [AT] lugs.ch>, Andreas Braukmann <andy [AT] abra.de>, Martin Eberhard Schauer <Martin.E.Schauer [AT] gmx.de> und Dr. Tobias Quathamer <toddy [AT] debian.org> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an <debian-l10n-german [AT] lists.org>.

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