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BEZEICHNUNG

raise − sendet dem Aufrufenden ein Signal

ÜBERSICHT

#include <signal.h>

int raise(int sig);

BESCHREIBUNG

Die Funktion raise() sendet ein Signal an den aufrufenden Prozess oder Thread. In einem Programm mit nur einem Thread entspricht sie:

kill(getpid(), sig);

In einem Multithread−Programm entspricht sie:

pthread_kill(pthread_self(), sig);

Falls das Signal den Aufruf eines (Signal−)Handlers bewirkt, wartet raise() den Abschluss des Handlers ab, bevor sie terminiert.

RÜCKGABEWERT

raise() gibt bei Erfolg 0 zurück, im Fehlerfall einen Wert ungleich Null.

ATTRIBUTE

Siehe attributes(7) für eine Erläuterung der in diesem Abschnitt verwandten Ausdrücke.

KONFORM ZU

POSIX.1−2001, POSIX.1−2008, C89, C99.

ANMERKUNGEN

Seit Version 2.3.3. implementiert Glibc raise() durch Aufruf von tgkill(2), falls der Kernel diesen Systemaufruf unterstützt. Ältere Glibc−Versionen implementierten raise() mittels kill(2).

SIEHE AUCH

getpid(2), kill(2), sigaction(2), signal(2), pthread_kill(3), signal(7)

KOLOPHON

Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 4.12 des Projekts Linux−man−pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man−pages/.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Patrick Rother <krd [AT] gulu.net> und Martin Eberhard Schauer <Martin.E.Schauer [AT] gmx.de> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

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