Manpages

NAME

kdesu − Führt ein Programm mit erweiterten Rechten aus.

ÜBERSICHT

kdesu [−c command] [−d] [−f file] [−i icon name] [−n] [−p priority] [−r] [−s] [−t] [−u user] [−−noignorebutton] [−−attach winid]

kdesu [Allgemeine KDE−Optionen] [Allgemeine Qt−Optionen]

BESCHREIBUNG

KDE su ist die grafische Oberfläche von KDE für den UNIX®−Befehl su. Sie können damit durch Eingabe des Passworts ein Programm unter einem anderen Benutzer laufen lassen. KDE su ist ein unprivilegiertes Programm, es verwendet das im System vorhandene su.

KDE su bietet eine zusätzliche Funktionalität: Es kann sich Passwörter merken. Wenn Sie diese Funktion benutzen, müssen Sie für jeden Befehl das Passwort nur einmal eingeben.

Dieses Programm ist für den Start aus der Befehlszeile oder über .desktop−Dateien gedacht.

kdesu wird nicht mehr in
$(kde4−config −−prefix)
/bin, sondern in kde4−config −−path libexec installiert. Daher ist es nicht mehr in Ihrem Pfad. Verwenden Sie deshalb $(kde4−config −−path libexec)kdesu, um kdesu aufzurufen.

PARAMETER

−c command

Dies gibt den Befehl an, der als Benutzer root ausgeführt werden soll. Er muss als Parameter übergeben werden. Wenn Sie beispielsweise einen neuen Dateimanager starten wollen, geben Sie auf der Befehlzeile Folgendes ein: $(kde4−config −−path libexec)kdesu −c Dolphin

−d

Debug−Informationen anzeigen.

−f datei

Dieser Parameter erlaubt die Verwendung von in KDE su in .desktop−Dateien. Hierüber wird KDE su mitgeteilt die durch file angegebene Datei zu untersuchen. Ist die Datei vom aktuellen Benutzer schreibbar, führt KDE su den Befehl als aktueller Benutzer aus. Ist die Datei nicht schreibbar, wird der Befehl als Benutzer user (Vorgabe ist hier root) ausgeführt.

file wird wie folgt ausgewertet: wenn file mit einem / beginnt, wird er als absoluter Dateiname behandelt. Anderenfalls wird er als Name einer globalen Einrichtungsdatei von KDE behandelt.

−i symbolname

Angabe des Symbols für den Passwort−Dialog. Sie können hier auch nur den Namen ohne Erweiterung angeben.

−n

Passwort nicht merken. Hierüber wird das Ankreuzfeld Passwort beibehalten deaktiviert.

−p priorität

Legt die Priorität fest. Diese kann eine beliebige Zahl zwischen 0 und 100 sein, wobei 100 die höchste Priorität ist und 0 die niedrigste. Die Voreinstellung ist 50.

−r

Echtzeit−Priorität verwenden.

−s

Hält den kdesu−Dienst an. Das ist der Dienst, der im Hintergrund die Passwörter vorhält. Diese Funktion kann auch beim ersten Start von KDE su über −n abgeschaltet werden.

−t

Terminal−Ausgabe aktivieren. Hierdurch wird das Beibehalten der Passwörter ausgeschaltet. Dies dient hauptsächlich dem Debuggen. Wenn Sie eine Anwendung für die Konsole ausführen wollen, benutzen Sie stattdessen den Befehl su.

−u benutzer

Obwohl KDE su meistens dazu verwendet wird einen Befehl als Systemverwalter auszuführen, können Sie jeden Benutzer mit dem entsprechenden Passwort angeben.

−−noignorebutton

Keinen Ignorieren−Knopf anzeigen.

−−attach winid

Macht den Dialog temporär für das durch winid angegebene Fenster.

SIEHE AUCH

su(1)

Eine ausführlichere Dokumentation finden Sie über help:/kdesu (Geben Sie diese URL in die Adressleiste von Konqueror ein oder rufen Sie khelpcenter help:/kdesu auf.)

BEISPIELE

Starte kfmclient als Benutzer jim, und zeige das Symbole von Konqueror im Passwortdialog:

$(kde4−config −−path libexec)kdesu −u jim −i konqueror kfmclient

AUTOREN

KDE su wurde geschrieben von Geert Jansen <jansen [AT] kde.org> und Pietro Iglio <iglio [AT] fub.it>.

AUTOR

Lauri Watts <lauri [AT] kde.org>

Autor.

COMMENTS