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BEZEICHNUNG

rdev − Abfrage/Änderung der Einträge für die root Partition, die swap Partition, die Größe der RAM disk oder des video Modus im Kernel−Image

SYNTAX

rdev [ −rsvh ] [ −o offset ] [ Image [ wert [ offset ] ] ]
rdev [ −o
offset ] [ Image [ root-Partition [ offset ] ] ]
swapdev [ −o
offset ] [ Image [ swap-Partition [ offset ] ] ]
ramsize [ −o
offset ] [ Image [ size [ offset ] ] ]
vidmode [ −o
offset ] [ Image [ Modus [ offset ] ] ]
rootflags [ −o
offset ] [ Image [ flags [ offset ] ] ]

Diese Handbuchseite ist eventuell veraltet. Im Zweifelsfall ziehen Sie die englischsprachige Handbuchseite zu Rate, indem Sie

man -LC 8 rdev

eingeben.

BESCHREIBUNG

Wird rdev ohne Argumente aufgerufen, gibt es den Eintrag aus der /etc/mtab−Datei aus, der die gegenwärtige root−Partition enthält. Ruft man swapdev, ramsize, vidmodeoder rootflags ohne Argumente auf, werden Gebrauchsinformationen ausgegeben.

rdev
In jedem bootbaren Kernel-Image gibt es mehrere Bytepaare, die dem Linux-Kernel sagen welche Partition die root-, und welche die swap-Partition ist, und die den Videomodus und die Größe der RAM disk angeben. Der Beginn dieser Bytepaare ist im Kernel-Image auf offset 504 (dezimal) voreingestellt:

498 Root flags
(500 und 502 sind reserviert)
504 RAM disk-Größe
506 VGA-Modus
508 Root-Partition
(510 Boot-Signatur)

rdev kann diese Werte ändern.

In der Datei /etc/lilo.conf gibt es einen image−Eintrag hinter dem der Name des Kernel-Images stehen muss. Ein Kernel-Image beinhaltet Informationen die beim Booten benötigt werden. Typische Werte für diese image−Parameter sind z.B:

/vmlinuz
/vmlinuz.old
/vmlinux
/vmlinux.test
/vmunix
/vmunix.test
/zImage
/dev/fd0
/dev/fd1

swapdev
Für die Kommandos rdev und swapdev gibt es folgende (sich auf die root− bzw swap−Partition beziehende) Parameter:

/dev/hda[1-8]
/dev/hdb[1-8]
/dev/sda[1-8]
/dev/sdb[1-8]

ramsize
Bei dem Kommando ramsize bestimmt der size−Parameter die Größe der RAM disk in Kilobyte.

rootflags
Für das Kommando rootflags enthalten die flags−Parameter Informationen, die benötigt werden, wenn die root−Partition gemountet wird. Gegenwärtig ist der einzige Effekt den die "flags" haben, dass der Kernel die root−Partition readonly mountet, falls der flags−Parameter nicht auf 0 gesetzt ist.

vidmode
Bei dem Kommando vidmode
bestimmen die mode−Parameter den Videomodus:

-3 = Eingabeaufforderung
-2 = Extended VGA
-1 = VGA (normal)
0 = als hätte man bei der Eingabeaufforderung "0" eingegeben
1 = als hätte man bei der Eingabeaufforderung "1" eingegeben
2 = als hätte man bei der Eingabeaufforderung "2" eingegeben
n = als hätte man bei der Eingabeaufforderung "n" eingegeben

Wird kein Modus (bei rdev Wert ) eingegeben, übernimmt vidmode den Eintrag aus dem Kernel-Image.

OPTIONEN

−s

rdev verhält sich wie swapdev.

−r

rdev verhält sich wie ramsize.

−R

rdev verhält sich wie rootflags.

−v

rdev verhält sich wie vidmode.

−h

rdev gibt eine Hilfeseite aus.

FEHLER

Aus historischen Gründen gibt es zwei verschiedene Methoden die offset-Werte zu spezifizieren.

Die Benutzerschnittstelle ist unhandlich, nicht-intuitiv und sollte wahrscheinlich von Grund auf neu geschrieben werden. Dabei sollte es möglich werden, mehrere Kernel-Image-Parameter mit nur einem Kommando zu verändern oder abzufragen.

Wenn der LILO eingesetzt wird, ist es nicht mehr nötig rdev zu benutzen um den VGA Modus und die root-Partition zu bestimmen, da man diese Parameter auch vom LILO-Bootmonitor aus übergeben kann. Trotzdem wird rdev immer noch benötigt um die Größe der RAM disk zu bestimmen. Für weitere Informationen empfehlen wir die LILO-Dokumentation zu suchen, und außerdem das System mit LILO zu booten.

AUTOR

Ursprünglich von Werner Almesberger <almesber [AT] berina.ch> Überarbeitet von Peter MacDonald <pmacdona [AT] sanjuan.CA>. Rootflags-Unterstützung von Stephen Tweedie <sct [AT] dcs.uk>

SIEHE AUCH

lilo(8).

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