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BEZEICHNUNG

nfs − nfs fstab Format und Optionen

SYNTAX

/etc/fstab

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man -LC 5 nfs

eingeben.

BESCHREIBUNG

Die Datei fstab enthält Informationen über die Dateisysteme, wie sie erreichbar sind und mit welchen Optionen sie eingetragen wurden. Für NFS-Eintragungen sind Servername und dessen exportiertes Verzeichnis, sowie das lokale Verzeichnis, das als Einsprungpunkt dient und die besonderen NFS-Optionen eingetragen.

Ein Beispiel für einen NFS-Eintrag:

server:/usr/local/pub

/pub

nfs

timeo=14,intr

OPTIONEN

rsize=n

Die Anzahl der Bytes, mit denen NFS Dateien anderer NFS-Server liest. Die Voreinstellung variiert von Kernel zu Kernel, momentan sind es 1024 Bytes.

wsize=n

Die Anzahl der Bytes, mit denen NFS Dateien anderer NFS-Server schreibt. Die Voreinstellung variiert von Kernel zu Kernel, momentan sind es 1024 Bytes.

timeo=n

Wartezeit in Zehntelsekunden, bevor ein PRC nochmalig übertragen wird. Voreingestellt sind 7 Zehntel. Nach einem Timeout wird die Wartezeit solange verdoppelt, bis entweder eine Wartezeit von 60 Sekunden erreicht wird, oder die Verzögerung einen "Major Timeout" erzeugt hat. Anschließend wird im Falle, dass das Dateisystem fest angemeldet wurde, jede neue Timeout-Folge mit dem Doppelten des anfänglichen Wertes begonnen, wieder wird bei Ablauf der Wartezeit und neuem Versuch die Wartezeit verdoppelt, wobei die maximale Wartezeit jeweils bei 60 Sekunden liegt. Eine bessere Performance kann durch eine Erhöhung der anfänglichen Wartezeit erzielt werden, wenn das benutzte Netzwerk stark belastet oder langsam ist, oder wenn mehrere Router oder Gateways auf der Übertragungsstrecke liegen.

retrans=n

Die Anzahl von Timeouts und neuen Übertragungsversuchen, die Auftreten müssen, bevor ein "Major Timeout" ausgelöst wird. Voreingestellt sind 3 Timeouts. Wenn ein Major Timeout auftritt, wird die Operation entweder abgebrochen oder die Nachricht "server not responding" wird auf der Konsole ausgegeben.

acregmin=n

Die minimale Zeit in Sekunden, die Attribute einer regulären Datei zwischengespeichert werden soll, bevor frische Informationen vom Server angefordert werden sollen. Voreingestellt sind 3 Sekunden.

acregmax=n

Die maximale Zeit in Sekunden, die Attribute einer regulären Datei zwischengespeichert werden soll, bevor frische Informationen vom Server angefordert werden sollen. Voreingestellt sind 60 Sekunden.

acdirmin=n

Die minimale Zeit in Sekunden, die Attribute eines Verzeichnisses zwischengespeichert werden soll, bevor frische Informationen vom Server angefordert werden sollen. Voreingestellt sind 30 Sekunden.

acdirmax=n

Die maximale Zeit in Sekunden, die Attribute eines Verzeichnisses zwischengespeichert werden soll, bevor frische Informationen vom Server angefordert werden sollen. Voreingestellt sind 60 Sekunden.

actimeo=n

Die Angabe von actimeo setzt die Größen acregmin, acregmax, acdirmin, und acdirmax auf den gleichen Wert. Es existiert keine Voreinstellung.

retry=n

Die Anzahl der Versuche für eine NFS-Anmeldung, bevor die Operation aufgegeben wird. Voreingestellt sind 10000 Versuche.

namlen=n

Wenn ein NFS-Server die Version 2 des "RPC mount protocol" nicht unterstützt, kann mit dieser Option eine maximale Länge der Dateinamen angegeben werden, die das entfernte System unterstützt. Diese Option wird zur Unterstützung der POSIX pathconf Funktionen benötigt. Voreingestellt sind 255 Zeichen.

port=n

Die Portnummer für die Verbindung zum NFS-Server. Wenn die Portnummer 0 ist (Voreinstellung), wird beim entfernten Portmapper nachgefragt, welcher Port zu benutzen ist. Ist der entfernte NFS-Dämon nicht im Portmapper eingetragen, wird der Standard-NFS-Port 2049 benutzt.

mountport=n

Portnummer des mountd.

mounthost=name

Name des Hosts, auf dem der mountd läuft.

mountprog=n

Es ist die alternative RPC-Programmnummer für den Kontakt zum mount-Dämon des entfernten Rechners zu benutzen. Diese Option ist für Rechner nützlich, die mehrere NFS-Server benutzen können. Voreingestellt ist die Standard-RPC NFS-Dämon-Programmnummer 100005.

mountvers=n

Es ist die alternative RPC-Versionsnummer für den Kontakt zum mount-Dämon des entfernten Rechners zu benutzen. Diese Option ist für Rechner nützlich, die mehrere NFS-Server benutzen können. Voreingestellt ist Version 1.

nfsprog=n

Es ist die alternative RPC-Programmnummer für den Kontakt zum NFS-Dämon des entfernten Rechners zu benutzen. Diese Option ist für Rechner nützlich, die mehrere NFS Server benutzen können. Voreingestellt ist die Standard-RPC NFS-Dämon-Programmnummer 100003.

nfsvers=n

Es ist die alternative RPC-Versionsnummer für den Kontakt zum NFS-Dämon des entfernten Rechners zu benutzen. Diese Option ist für Rechner nützlich, die mehrere NFS-Server benutzen können. Voreingestellt ist Version 2.

bg

Wenn der erste Versuch einer NFS-Anmeldung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Wartezeit erfolgreich verläuft, wird im Hintergrund weiterhin versucht, die Anmeldung zu übertragen. Wenn eine Anmeldung im Hintergrund bearbeitet wird, so werden alle weiteren Anmeldungen an diesen Server automatisch ebenfalls im Hintergrund ausgeführt. Dies gilt bereits für den ersten Versuch. Ein nicht existierender Mount-Point wird wie ein Timeout behandelt, damit auch verschachtelte Anmeldungen funktionieren.

fg

Wenn der erste Versuch einer NFS-Anmeldung nicht erfolgreich verläuft, soll die Anmeldung weiter im Vordergrund versucht werden. Dies ist voreingestellt und kann beim Systemstart dazu führen, dass der Startvorgang solange wartet, bis der Server wieder verfügbar ist.

soft

Wenn eine NFS-Dateioperation mit einem "Major Timeout" abgebrochen wird, soll ein I/O-Fehler an das aufrufende Programm zurückgeliefert werden. Voreingestellt ist die endlose Wiederholung der Operation.

hard

Wenn eine NFS-Dateioperation mit einem "Major Timeout" abgebrochen wird, soll die Meldung "server not responding" auf der Konsole ausgegeben werden und endlos weiter versucht werden, die Operation auszuführen. Dies ist voreingestellt.

intr

Wenn eine NFS-Dateioperation mit einem "Major Timeout" abgebrochen wird und das Dateisystem fest angemeldet ist, werden Signale zur Unterbrechung der Operation erlaubt. In diesem Falle wird EINTR an das aufrufende Programm geliefert. Es ist voreingestellt, Dateioperationen nicht unterbrechen zu lassen.

posix

Das NFS-Dateisystem ist im POSIX-Format anzumelden. Dies erlaubt einem NFS-Dateisystem die korrekte Unterstützung eines POSIX pathconf Kommandos, indem beim Server nach der maximalen Länge der Dateinamen gefragt wird. Damit dies möglich ist, muss der entfernte Rechner Version 2 des RPC Mount Protocol unterstützen. Viele NFS Server unterstützen lediglich Version 1.

nocto

Unterdrückt das Holen neuer Attribute beim Erzeugen von Dateien.

noac

Unterbindet alle Formen der Zwischenspeicherung von Attributen. Daraus resultiert eine schlechtere Server-Performance, doch ermöglicht es zwei verschiedenen NFS-Clients vernünftige Resultate zu erzielen, wenn beide Clients aktiv in einem gemeinsamen Dateisystem des Servers schreiben.

tcp

Zum Anmelden des NFS-Dateisystems soll TCP anstelle des UDP benutzt werden. Viele NFS-Server unterstützen lediglich UDP.

udp

Zum Anmelden des NFS-Dateisystem soll UDP verwendet werden. Dies ist voreingestellt.

Alle Optionen, die keinen Wert verlangen, haben eine entsprechende negierende Option. Zum Beispiel bedeutet nointr, dass Dateioperationen nicht unterbrochen werden dürfen.

DATEIEN

/etc/fstab

AUTOR

"Rick Sladkey" <jrs [AT] world.com>

FEHLER

Die Optionen bg, fg, retry, posix und nocto werden von mount akzeptiert, doch bislang stillschweigend ignoriert.

Die Optionen tcp und namlen sind implementiert, werden aber zurzeit vom Linux-Kernel nicht unterstützt.

Das Kommando umount sollte den Server informieren, wenn ein NFS Dateisystem abgemeldet wird.

SIEHE AUCH

fstab(5), mount(8), umount(8), exports(5).

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