Available in

(2) (5) (7) (5)/cs (2)/de (5)/de (2)/es (5)/es (2)/fr (5)/fr (2)/ja (5)/ja (2)/ko (5)/ko (2)/nl (2)/pl (5)/pl (2)/pt (5)/pt (2)/ru (5)/ru (5)/zh_cn (5)/zh_tw

Contents

BEZEICHNUNG

ipc − System V Mechanismen für Kommunikation zwischen Prozessen

ÜBERSICHT

# include <sys/types.h>
# include <sys/ipc.h>
# include <sys/msg.h>
# include <sys/sem.h>
# include <sys/shm.h>

Diese Handbuchseite ist eventuell veraltet. Im Zweifelsfall ziehen Sie
die englischsprachige Handbuchseite zu Rate, indem Sie

man -LC 5 ipc

eingeben.

BESCHREIBUNG

Diese Handbuchseite bezieht sich auf die System V Mechanismen für Kommunikation zwischen Prozessen, wie sie in Linux verwirklicht wurden: message queues, semaphore sets und shared memory segments. (Zumindest einmal soll denn doch eine Übersetzung versucht werden: Nachrichten - Warteschlangen, Semaphoren (Sperr/Frei - Vermerke) und gemeinsam genutzte Speicherbereiche. Oh Himmel. A.d.Üb.) Im Folgenden bedeutet das Wort Ressource eine konkrete Erscheinung (instantiation) einer dieser Mechanismen.

Ressource Zugriffsrechte
Für jede Ressource verwaltet das System in einer allgemeinen Struktur des Typs struct ipc_perm die Informationen, die zur Bestimmung der Rechte auf eine ipc - Operation notwendig sind. Die ipc_perm Structur, definiert von der <sys/ipc.h> system header Datei, enthält folgende Elemente:

ushort cuid; /* Benutzerkennung des Erzeugers */
ushort cgid;
/* Gruppenkennung des Erzeugers */
ushort uid;
/* Kennung des Eigentümers */
ushort gid;
/* Gruppenkennung des Eigentümers */
ushort mode;
/* Lese/Schreib - Rechte */

Das mode Element der ipc_perm Struktur bestimmt mit seinen 9 niedrigstwertigen Bits die Zugriffsrechte auf die Ressource für einen Prozess, der einen ipc-Systemaufruf ausführt. Die Rechte werden wie folgt interpretiert:

0400 Eigentümer darf lesen

0200

Eigentümer darf schreiben

0040

Gruppe darf lesen

0020

Gruppe darf schreiben

0004

Andere dürfen lesen

0002

Andere dürfen schreiben

Bits 0100, 0010 und 0001 (die Ausführungsbits) werden nicht benutzt. Darüber hinaus bedeutet "schreiben" eigentlich "verändern", soweit es sich auf ein semaphore set bezieht.

Die selbe system header Datei definiert auch folgende symbolische Konstanten:

IPC_CREAT

Eintrag erzeugen, wenn Schlüssel nicht vorhanden.

IPC_EXCL

Mißerfolg, wenn Schlüssel vorhanden.

IPC_NOWAIT

Fehlermeldung, wenn die Anforderung warten muss.

IPC_PRIVATE

Privater Schlüssel.

IPC_RMID

Ressource beseitigen.

IPC_SET

Setzen von Optionen der Ressource.

IPC_STAT

Ansehen der Optionen der Ressource.

Beachten Sie, dass IPC_PRIVATE vom Typ key_t ist. Alle anderen symbolischen Konstanten sind Flag - Felder, die mit Variablen des Typs int ODER - verknüpft werden können.

Message Queues
Eine message queue wird eindeutig identifiziert über einen positiven Integerwert (ihre msqid) und ist mit einer Datenstruktur verbunden, die vom Typ struct msquid_ds ist, definiert in <sys/msg.h>. Diese hat folgende Elemente:

struct ipc_perm msg_perm;
ushort msg_qnum;
/* Anzahl wartende messages */
ushort msg_qbytes;
/* Bytes max in einer queue */
ushort msg_lspid;
/* pid des letzten msgsnd */
ushort msg_lrpid;
/* pid des letzten msgrcv */
time_t msg_stime;
/* Zeit des letzten msgsnd */
time_t msg_rtime;
/* Zeit des letzten msgrcv */
time_t msg_ctime;
/* Zeit der letzten Änderung */

msg_perm

ipc_perm Struktur, die die Zugriffsrechte auf die message queue angibt.

msg_qnum

derzeitige Anzahl der Messages in der Queue.

msg_qbytes

Maximale Anzahl an Bytes Messagetext, die in der Message Queue erlaubt sind.

msg_lspid

ID des Prozesses, der zuletzt den msgsnd Systemaufruf getätigt hat.

msg_lrpid

ID des Prozesses, der zuletzt den msgrcv Systemaufruf getätigt hat.

msg_stime

Zeitpunkt des letzten msgsnd Systemaufrufs.

msg_rtime

Zeitpunkt des letzten msgcv Systemaufrufs.

msg_ctime

Zeitpunkt des letzten Systemaufrufs, bei dem ein Element der msqid_ds Struktur geändert wurde.

Semaphore Sets
Ein Semaphore Set wird eindeutig identifiziert durch einen positiven Integerwert (seine semid) und ist mit einer Datenstruktur vom Typ struct semid_ds, verbunden, definiert in <sys/sem.h>, die folgende Elemente enthält:

struct ipc_perm sem_perm;
time_t sem_otime;
/* Zeit des letzten Aufrufs */
time_t sem_ctime;
/* Zeit der letzten Änderung */
ushort sem_nsems;
/* Anzahl Semaphoren im Set */

sem_perm

ipc_perm Struktur für die Zugriffsrechte auf das Semphorenset.

sem_otime

Zeitpunkt des letzten semop Systemaufrufs.

sem_ctime

Zeitpunkt des letzten semctl Systemaufrufs, der einen Eintrag o.g. Struktur oder eine zum Set gehörende Semaphore geändert hat.

sem_nsems

Anzahl der Semaphoren im Set. Jede Semaphore des Sets wird repräsentiert durch einen nicht negativen Integerwert zwischen 0 und sem_nsems−1.

Eine Semaphore ist eine Datenstruktur des Typs struct sem mit folgenden Einträgen:

ushort semval; /* Semaphorenwert */
short sempid;
/* pid des letzten Aufrufs */
ushort semncnt;
/* Anzahl Prozesse 1 (s.w.u.) */
ushort semzcnt;
/* Anzahl Prozesse 2 (s.w.u.) */

semval

Semaphorenwert: eine nicht - negativea Ganzzahl.

sempid

ID des letzten Prozesses, der mit dieser Semaphore eine Semaphorenoperation ausführte.

semncnt

Anzahl Prozesse 1. Gemeint sind die Prozesse, die darauf warten, dass semval erhöht wird.

semznt

Anzahl Prozesse 2. Gemeint sind die Prozesse, die darauf warten, dass semval den Wert 0 annimmt.

Shared Memory Segments
Ein Shared Memory Segment wird eindeutig identifiziert durch eine positive Ganzzahl (seine shmid) und ist verbunden mit einer Datenstruktur vom Typ struct shmid_ds, definiert in <sys/shm.h>, mit folgenden Einträgen:

struct ipc_perm shm_perm;
int shm_segsz;
/* Größe des Segments */
ushort shm_cpid;
/* pid des Erzeugers */
ushort shm_lpid;
/* pid, letzte Operation */
short shm_nattch;
/* Anzahl derzeitiger Anbindungen */
time_t shm_atime;
/* Zeit der letzten Anbindung */
time_t shm_dtime;
/* Zeit der letzten Freigabe */
time_t shm_ctime;
/* Zeit der letzten Änderung */

shm_perm

ipc_perm Struktur, die die Zugriffsrechte auf das Shared Memory Segment definiert.

shm_segsz

Größe des Segments in Bytes.

shm_cpid

ID des Prozesses, der das Shared Memory Segment erzeugt hat.

shm_lpid

ID des letzten Prozesses, der den shmat oder shmdt Systemaufruf ausgeführt hat.

shm_nattch

Anzahl von Prozessen, die derzeit mit diesem Shared Memory Segment arbeiten (attaches).

shm_atime

Zeit des letzten shmat Systemaufrufs.

shm_dtime

Zeit des letzten shmdt Systemaufrufs.

shm_ctime

Zeit des letzten shmctl Systemaufrufs,der shmid_ds verändert hat.

SIEHE AUCH

ftok(3), msgctl(2), msgget(2), msgrcv(2), msgsnd(2), semctl(2), semget(2), semop(2), shmat(2), shmctl(2), shmget(2), shmdt(2).

COMMENTS

blog comments powered by Disqus