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Contents

NAME

filter − CUPS−Datei−Umwandlungsfilter−Schnittstelle

SYNOPSIS

filter Auftrag Benutzer Titel Anz−Kopien Optionen [ Dateiname ]

BESCHREIBUNG

Die CUPS−Filterschnittstelle stellt eine Standardmethode zum Hinzufügen von Unterstützungen für neue Dokumententypen zu CUPS bereit. Jeder Filter ist in der Lage, von einem oder mehreren Eingabeformaten in andere Ausgabeformate zu konvertieren, die entweder direkt gedruckt oder an einen weiteren Filter weitergeleitet werden können, der es dann in ein druckbares Format wandelt.

Filter müssen in der Lage sein, aus einem Dateinamen auf der Kommandozeile oder der Standardeingabe zu lesen und in letzterem Fall die Standardeingabe in eine temporäre Datei zu kopieren, wie dies vom Dateiformat benötigt wird. Die gesamte Ausgabe muss an die Standardausgabe gesandt werden.

Der Befehlsname (argv[0]) wird auf den Namen des Zieldruckers gesetzt. Er ist aber auch über die Umgebungsvariable PRINTER verfügbar.

OPTIONEN

Optionen, die über die Befehlszeile eingegeben wurden, enthalten normalerweise die Vorgabeauswahl der PPD−Datei des Druckers. Zusätzlich könnten einige Optionen auf mehreren Wegen angegeben werden. »landscape« ist ein Synonym für »orientation−requested=4«, »media« ist ein Synonym für »PageSize«, »PageRegion«, »InputSlot« und »MediaType« und »sides« ist ein Synonym für verschiedene »Duplex«−Optionen. Nicht−Raster−Filter müssen beide Spezifikationen von PPD−Optionen explizit und implizit unterstützen. Benutzen Sie die Funktionen ppdMarkDefaults und cupsMarkOptions in der CUPS−Bibliothek, um das korrekte Abbilden zu benutzen und ppdFindMarkedChoice, um die Auswahl des Benutzers zu erhalten.

Rasterfilter sollten ausgewählte Optionen benutzen, die durch die Rasterseitenkopfzeilen gesetzt wurden, da jene die tatsächlichen Optionen für eine angegebene Seite wiedergeben. Auf der Befehlszeile angegebene Optionen spezifizieren die Vorgabewerte für den ganzen Druckauftrag, die auf seitenweiser Basis überschrieben werden können.

PROTOKOLLNACHRICHTEN

Nachrichten, die an stderr gesendet werden, werden generell zum Printer−state−message−Attribut und das aktuelle ErrorLog protokolliert werden. Jede Zeile beginnt mit einer Standard−Vorsilbe:
ALERT: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »alter« hinzu.

ATTR: Attribut=Wert [Attribut=Wert]

Setzt das/die beannte(n) Attribut(e). Typischerweise wird dies zum Setzen des job−remote−id−Attributs benutzt.

CRIT: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »critical« hinzu.

DEBUG: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »debug« hinzu.

DEBUG2: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »debug2« hinzu.

EMERG: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »emergency« hinzu.

ERROR: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »error« hinzu.

INFO: Nachricht

Setzt das Printer−state−message−Attribut. Wenn der aktuelle LogLevel auf »debug2« gesetzt ist, wird die angegebene Nachricht außerdem dem aktuellen ErrorLog unter Benutzung der »info«−Protokollstufe hinzugefügt.

NOTICE: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »notice« hinzu.

PAGE: Seitenzahl #−Kopien
PAGE: Gesamt #−Seiten

Fügt einen Eintrag zum aktuellen PageLog hinzu. Die erste Form fügt #−Kopien zum Attribut job−media−sheets−completed hinzu. Die zweite Form setzt das Attribut job−media−sheets−completed auf #−Seiten.

PPD: Schlüsselwort=Wert ... SchlüsselwortN=Wert

Setzt die genannten Schlüsselworte in die PPD−Datei des Druckers. Dies wird normalerweise benutzt, um Standardschlüsselwortoptionen zu aktualisieren, wie DefaultPageSize und verschiedene installierbare Optionen in der PPD−Datei.

STATE: printer−state−reason [printer−state−reason ...]
STATE: + printer−state−reason [printer−state−reason ...]
STATE: − printer−state−reason [printer−state−reason ...]

Setzt, enfernt oder fügt Printer−state−reason−Schlüsselwörter zu der aktuellen Druckschlange hinzu. Typischerweise wird dies benutzt, um Medien−, Tinten− und Toner−Bedingungen auf einem Drucker anzuzeigen.

WARNING: Nachricht

Setzt das Attribut printer−state−message und fügt die angegebene Nachricht zum aktuellen ErrorLog unter Verwendung der Protokollstufe »warning« hinzu.

UMGEBUNGSVARIABLEN

Die folgenden Umgebungsvariablen sind vom CUPS−Server beim Ausführen von Filtern gesetzt:
CHARSET

Der standard Textzeichensatz, typischerweise UTF−8.

CLASS

Wenn ein Druckauftrag an eine Druckerklasse gesandt wird, enthält er den Namen der Bestimmungsdruckerklasse. Ansonsten wird diese Umgebungsvariable nicht gesetzt.

CONTENT_TYPE

Der MIME−Typ, der der Datei zugeordnet ist (z.B. application/postscript).

CUPS_CACHEDIR

Das Verzeichnis für halb−beständige Zwischenspeicherdateien kann gefunden werden.

CUPS_DATADIR

Das Verzeichnis, in dem Datendateien gefunden werden können.

CUPS_FILETYPE

Der Typ der Datei, die gedruckt wird: »job−sheet« für ein Deckblatt und »document« für eine reguläre Druckdatei.

CUPS_SERVERROOT

Das Wurzelverzeichnis des Servers.

DEVICE_URI

Die mit dem Drucker verbundene Geräte−URI.

FINAL_CONTENT_TYPE

Der MIME−Typ, der dem Drucker zugeordnet ist (z.B. application/vnd.cups−postscript).

LANG

Die Standardsprach−Locale (normalerweise C oder en).

PATH

Der Standard−Ausführungspfad für externe Programme, die vom Filter ausgeführt werden dürfen.

PPD

Der komplette Pfadname zu der PostScript Printer Description (PPD)−Datei für diesen Drucker.

PRINTER

Der Name des Druckers.

RIP_CACHE

Die empfohlene Speichermenge zum Einsatz für Raster Image Processors (RIPs).

SOFTWARE

Der Name und die Versionsnummer des Servers (typischerweise CUPS/1.2).

TZ

Die Zeitzone des Servers.

USER

Der Benutzer, der den Filter ausführt, typischerweise »lp« oder »root«; schauen Sie in die Datei cupsd.conf(5) für die aktuellen Einstellungen.

KOMPATIBILITÄT

Während die Filterschnittstelle kompatibel mit System−V−Schnittstellenskripten ist, wird sie mit dem System−V−Schnittstellenskript nur als einziger Filter funktionieren. Normalerweise wird das Schnittstellenskript über den lpadmin(8)−Befehl unter Benutzung der Option −i bereitgestellt.

SIEHE AUCH

backend(7), cupsd(8),
http://localhost:631/help

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